24.09.2009 - 00:23 von Thomas Hainzel

Das ist das Ergebnis einer umfassenden Studie zum Thema “Social Networking in Österreich”, die von der marketmind GmbH in Zusammenarbeit mit der mobilkom austria AG im Juli 2009 durchgeführt und Mitte September 2009 veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse der Studie zeigen neben aktuellen Trends am Social Networking Markt auch die Erwartungen der User an solche Systeme auf.

Die wesentlichsten Eckpunkte der Studie:

  • Social Networks werden von einer Mehrheit der Österreicher als Ergänzung zu bisherigen Kommunikationsmedien wie E-Mail, SMS oder persönlichen Gesprächen gesehen. Von einer Isolation eines “Web 2.0″-Menschen kann hier definitiv nicht gesprochen werden, da unter anderem real bestehende Freundschaften gepflegt werden und dadurch eine Art “Kaffeehausstimmung” (Dr. Stephan Humer, Diplom-Soziologe und Forschungsleiter an der Universität der Künste Berlin) entsteht.
  • Die weltweit größte Online-Plattform Facebook ist auch in Österreich klare Nummer 1 gefolgt von MySpace, studiVz, Twitter und XING. Insgesamt nutzen 59% der Österreicher Social Networks, 18% davon für berufliche Zwecke.
  • Die eigene Privatsphäre in Social Networks ist den Österreichern wichtig, wobei die verbleibende Angst überwiegend vor Datenmissbrauch bzw. die Einsicht durch Personalverantwortliche besteht. Während das erste Problem vor allem ältere Menschen betrifft, machen sich Jugendliche/junge Erwachsene um ihre Bewerbungen bzw. ihre Karriere sorgen. Benutzer die sehr viel im Internet unterwegs sind, reagieren gelassen und haben weniger Bedenken in Bezug auf Datenschutz.
  • Frauen sind in Social Networks stärker vertreten als Männer. Dabei nutzt das weibliche Geschlecht die Plattformen eher für private Kontakte, die männlichen Networker bevorzugen berufliche Verbindungen. Auch das Alter hat Auswirkungen auf die Intensität des Networkings: 14 – 29 Jährige sind mit 82% regelmäßig in Social Networks unterwegs und pflegen überwiegend Freundschaften. XING beispielsweise ist ein Business Portal und wird eher von der älteren Generation benutzt, die versuchen ihr Wissen online aufzubessern bzw. Informationen zu sammeln.

Die Zukunft der sozialen Netzwerke liegt in der Verbindung von mobiler Kommunikation mit “digitalen sozialen Netzwerken”:

“Das große Interesse zeigt, dass sich immer mehr Menschen auch unterwegs mit Freunden austauschen, Fotos hochladen oder Nachrichten versenden möchten. Mit der Erreichbarkeit und den vielen Zusatz-Funktionen bieten Handys einfach enormes Potenzial für virtuelle Netzwerker“, so Hannes Ametsreiter (Vorstandsvorsitzender mobilkom austria & Telekom Austria) in der offiziellen Presseaussendung.

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