27.12.2009 - 01:18 von Thomas Hainzel
In den letzten Monaten sammelte ich in einigen meiner Projekte technische Codeschnipsel – ich nenne diese meistens SQL- oder Tech-Goodies -, die ich in einfachen Textdateien ablegte. Parallel dazu arbeitete (bzw. arbeite) ich auch an meiner Bachelorarbeit, wo es ebenfalls laufend interessante Zeitungsartikel oder Ausschnitte aus Fachbeiträgen zu speichern galt.
Erschwerend kam hinzu, dass dies alles über mehrere PCs (die Projekte meistens über den Firmenrechner, die Bachelorarbeit überwiegend am privaten Laptop) erfolgte und somit immer irgendwelche Notizen oder Vermerke nicht mehr up-to-date waren.
Es begann die Suche nach einer Softwarelösung, die dieses Problem behebt und mir die Administration meiner “elektronischen Notizen” erleichtert… und ich habe eine solche gefunden – Evernote!
Evernote ist ein virtuelles Notizbuch und speichert textuelle Notizen, Dateien (Bilder, PDFs, Handschriftliche Notizen – Evernote-Notizblock), Audiomitschnitte, Links und ganze Webseiten-Snapshots online auf einer zentralen Speicherplattform. Der Zugriff auf die Daten erfolgt über eine Vielzahl an Applikationen und Schnittstellen wie etwa
- Desktop Applikation (für Windows, Linux und Mac)
- Web Frontend
- Browser-Plugin (für Firefox und Internet Explorer)
- Mobile Application (u.a. für iPhone, Blackberry usw.)
Die getätigten Änderungen bzw. neuerstellten Notizen lassen sich per Knopfdruck synchronisieren und sind ab sofort auch für alle anderen Applikationen verfügbar (In meinem konkreten Fall habe ich die Notiz am Firmenrechner erstellt, dann synchronisiert und am privaten Notebook dann einfach per Synchronisation abgerufen).
Die Kategorisierung erfolgt über Tags, die auch verschachtelt werden können. Desweiteren können mehrere Notizbücher angelegt werden. Wird öfters nach gleichen Tags/Begriffen gesucht, gibt es die Möglichkeit unterschiedliche Suchparamter zu speichern.
Zur Verwendung von Evernote ist eine einmalige Registrierung beim genannten Dienstleister notwendig. Diese ist kostenlos und es stehen jedem Benutzer 40 MB monatlicher Upload kostenlos für Notizen zur Verfügung. Gegen eine Jahregebühr von 45 USD (derzeit ca. 31 Euro + amerikanische Kreditkartenspesen) werden diese Upload-Begrenzung auf 500 MB angehoben, die Beschränkung auf die genannten Dateitypen erlassen und eine mögliche SSL-Verschlüsselung freigeschalten.
Nach einigen Tests bietet Evernote genau die Vorteile, die ich an einer Business 2.0 Anwendung schätze:
- Intuitive und einfache Handhabung (quasi keine Basiskonfiguration, problemlose Synchronisation, Installation auf x86 und x64 Systemen ohne Probleme, Betrieb mehrerer Rechner über den gleichen Account innerhalb eines Netzwerks)
- Keine Portfreischaltung oder Firewallproblematik (wichtig für mein Firmennetzwerk)
- Dezente, kleine Werbungsanzeige (Sowohl Desktop- als auch Web-Applikation zeigen nur links unten ein kleines Werbefenster an. Keine Popups oder sonstigen Werbeeinschaltungen und damit ist Evernote definitiv Business-tauglich).
Einziger Nachteil, den ich bis jetzt entdeckt habe: Ich kann die Mobile Application auf meinem Blackberry Bold (9000) nicht verwenden, da mir die Blackberry App World sagt, dass diese Anwendung nicht für meinen Provider (A1) bestimmt ist.
Zusammenfassend ist mein erster Eindruck sehr positiv und ich habe schon einige Notizen eingepflegt. Ich empfehle das Tool sehr gerne an all jene weiter, die ebenfalls “kleine Notizen” administrieren wollen und von unterschiedlichen Arbeitsplätzen auf ihre Sammlung zugreifen möchten.
Weiterführende Links:
- Evernote Startseite
- Vergleich zwischen kostenloser und kostenpflichtiger Version (Free vw. Premium)
- Interessanter Blogbeitrag bei imgriff.com
Tags: Business 2.0, Web 2.0
Kategorien: E-Learning & Web 2.0, Projektmanagement | Kommentare (1)
