22.03.2010 - 23:46 von Thomas Hainzel
Zwischen Oktober 2009 und Jänner 2010 verfasste ich zum Abschluss des ersten Studienabschnitts meine Bachelorarbeit zum Thema “IT-Governance & IT-Compliance – Rechtliche Rahmenbedingungen für Unternehmen”. Die derzeitige Brisanz dieses Themas – nicht zuletzt aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise der letzten Monate – habe ich zum Anlass genommen, mir die Unterschiede zwischen Corporate Governance und Corporate Compliance genauer anzusehen und sie auf den IT-Bereich umzulegen. Bezugnehmend auf rechtliche Regulatorien auf nationaler und internationaler Ebene wurden schlussendlich Implementierungsmaßnahmen und Frameworks zur Umsetzung einer erfolgreichen IT-Governance-Struktur herausgearbeitet.
Ich wünsche allen Interessierten viel Spaß beim Lesen dieser Arbeit und würde mich über Feedback in Form von Kommentaren oder via E-Mail freuen.
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IT-Governance & IT-Compliance – Rechtliche Rahmenbedingungen für Unternehmen
Vorwort:
Der richtige Einsatz von Informationstechnologie (IT) und der Aufbau umfangreicher Kommunikationsstrukturen stellen für sehr viele Unternehmen – sowohl im nationalen als auch im internationalen Umfeld – entscheidende Erfolgs- und Wettbewerbsfaktoren dar. Ganze Geschäftsprozessketten sind ohne effiziente IT nicht mehr vorstellbar und die Nachvollziehbarkeit bzw. Kontrolle sämtlicher IT-Aktivitäten tritt immer mehr in den Vordergrund.
Die fortschreitende Globalisierung unserer Märkte fordert nun einheitliche, rechtliche Rahmenbedingungen für Unternehmen, die neben der Aufrechterhaltung eines fairen Wettbewerbs und ausreichender IT-Sicherheitsmaßnahmen auch die Vergleichbarkeit und Bewertung der Unternehmensinfrastruktur unterschiedlicher Konzerne anstreben.
Die IT-Governance repräsentiert dabei eine klare Management- bzw. Vorstandsaufgabe zur Steuerung der Organisationsstrukturen, der Prozessintegrität sowie der Abstimmung der IT auf die Unternehmensstrategie und die dort verankerten Unternehmensziele. Ein gezieltes Risikomanagement, die Optimierung von ganzen Prozessketten und die Integration von Fachbereichen und IT-Dienstleistungen sind nur einige Kernaufgaben dieser Top-Management-Disziplin.
Die IT-Compliance kann als zentraler Einflussfaktor bzw. Teilbereich der IT-Governance verstanden werden und fokussiert die Einhaltung und Kontrolle der gesetzlichen Regelungen auf nationaler oder internationaler Ebene. Dieser rechtliche Rahmen reicht von der Informationssicherheit (IT-Security), über Datenschutz und Datensicherheit bis zum Aufbau und Betrieb eines internen Kontrollsystems (IKS). Sowohl rechtlich verpflichtende Judikate als auch freiwillige Kodizes und Gutachten sollen die internationale Umsetzung vereinheitlichen.
Inhalt dieser Bachelorarbeit soll nun die Aufarbeitung von unternehmensrechtlichen Rahmenbedingungen im Kontext der IT-Governance bzw. IT-Compliance sein. Sowohl die EU-weiten Richtlinien und Verordnungen als auch die österreichische Rechtslage sollen analysiert und dessen Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft untersucht werden.
Leser und Leserinnen dieser Arbeit werden – auch ohne rechtliches oder technisches Vorwissen – für den Themenkomplex IT-Management sensibilisiert und sollen die Wichtigkeit von einheitlichen Bestimmungen sowie dessen gesetzlicher Verankerung erkennen. Mehrere nationale und internationale Institutionen haben es sich zur Aufgabe gemacht, einheitliche Rahmenbedingungen zu schaffen und bei der Konzeption von IT-Systemen zu unterstützen.
Standardisierte Rahmenwerke sollen helfen diese Regulative zu implementieren sowie eine direkte Unterstützung für Management und Unternehmensleitung darstellen. Aktuelle Studien zeigen problematische Defizite bei der Implementierung und Umsetzung von IT-Governance/IT-Compliance im internationalen Umfeld auf und geben Denkansätze für die Beseitigung organisatorischer Probleme.
Kategorien: Daten- & Informatikrecht, IT-Management, Wirtschaftsinformatik | Kommentare (0)
